Wie bereits am 27.07.11 und am 03.11.11 berichtet, wird durch die Herstellung und den Verbrauch von Biosprit Hunger erzeugt. Da man die Wahrheit stets öfter wiederholen muß, als die das Gegenteil behauptende Unwahrheit, hier also noch einmal, aber um einiges erweitert!
Nun ist ein Bericht der Weltbank öffentlich geworden, aus dem hervorgeht, daß die Erzeugung von Biosprit verantwortlich für den weltweiten Hunger ist!
Die meisten Gutmenschen wissen wohl gar nicht, wie viel Leid ihr gutes Gewissen verursacht. Wie ein öffentlich gewordener Weltbankbericht zeigt, ist Biosprit der Hauptgrund für die globale Nahrungsmittelkrise und hat die Preise bis zu 75 Prozent in die Höhe getrieben. Man hat an der Zapfsäule also die Wahl zwischen Umweltzerstören oder Leute verhungern lassen.
Quelle
Trotzdem will die EU bis zum Jahr 2020 mindestens 20 Prozent Biosprit dem herkömmlichen Treibstoff beigemischt haben.
“Erst wenn der letzte Baum gerodet ist, werdet ihr merken, daß man Geld nicht essen kann” (frei formuliert nach einem alten Indianerhäuptling)
Muß es wirklich erst soweit kommen?
Schaue Dir folgende Dokumentation dazu an:
Die Biosprit Lüge 1 v 3
Um nicht weiter vom Erdöl abhängig zu sein, fördert die europäische Politik nachwachsende Rohstoffe. Das im Januar 2008 verabschiedete Klimapaket strebt eine Quote von zehn Prozent Biospritanteil im Benzin an. Europäische Öle sind trotz Subventionen nicht ausreichend vorhanden, um den Hunger nach Biosprit zu stillen. Deshalb wird Pflanzenöl importiert.
Doch der von der EU geförderte Biosprit-Boom hat die Existenz vieler Menschen in der Dritten Welt zerstört: Durch den Anbau riesiger Palmöl-Monokulturen wird ihnen jegliche Lebensgrundlage genommen. Biotreibstoffe gelten als Wundermittel im Kampf für ein besseres Klima. Doch ihre ökologische Bilanz ist noch mäßig und sie binden Ackerfläche, die der Nahrungserzeugung dienen sollte.
Menschen in der Dritten Welt müssen hungern, damit wir unsere Autos mit ökologisch gutem Gewissen tanken können. Allein in Indonesien gehen durch die Palmölproduktion Lebensraum und Nahrung für Millionen von Menschen verloren. Immer mehr Ureinwohner und Kleinbauern werden aus dem Regenwald vertrieben, weil hier riesige Flächen für die Palmölproduktion gerodet werden. Großkonzerne eignen sich das Land an, ohne die ursprünglichen Besitzer zu entschädigen oder zu beschäftigen.
Während das Öl mit Gewinn nach Europa exportiert wird, müssen die Menschen in Indonesien um Nahrung betteln. In Indien bahnt sich eine ähnliche Entwicklung an. Finanziert durch europäische Entwicklungsgelder wird hier ein neues Biospritprogramm von Mercedes Benz gefördert. Auf angeblich ungenutztem Brachland wird die giftige Jatropha-Nuss angebaut. Die Bauern haben ihre Viehweiden verloren, die ersten Kinder haben sich mit den Nüssen vergiftet. Rinder und Schafe sind verendet. Der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, hat die Biotreibstofffabrikation als “Verbrechen gegen die Menschheit” bezeichnet.
Die Biosprit Lüge 2 v 3
Die Biosprit Lüge 3 v 3
Quelle (gilt für alle Videos dieses Artikels, mit Ausnahme des letzten – mit Dank für das Hochladen!)
Doch das ist nicht der einzige Grund für den Hunger, den wir alle erzeugen, denn es landet wahnsinnig viel Nahrung auf dem Müll (mehr als die Hälfte!!!) – oft sogar schon, bevor sie den Verbraucher erreicht:
Frisch auf den Müll – 1/3 – Dokumentation
Mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel landet im Müll! Das meiste schon auf dem Weg vom Acker in den Laden, bevor es überhaupt unseren Esstisch erreicht: jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot.
Das entspricht etwa 500.000 Lkw-Ladungen pro Jahr. Für die ARD-Themenwoche „Essen ist Leben” (23. — 29. Oktober 2010) hat Regisseur Valentin Thurn das Ausmaß dieser Verschwendung international recherchiert — in den Abfall-Containern der Großmärkte, Lagerhallen und Supermärkte. Dokumentiert hat er überwältigende Mengen einwandfreier Nahrungsmittel, teilweise noch original verpackt, oft auch mit noch gültigem Mindesthaltbarkeitsdatum.
Bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr allein in Deutschland weggeworfen. Und es werden immer mehr! Auf der Suche nach den Ursachen spricht Valentin Thurn mit Supermarktmanagern, Bäckern, Großmarkt-Inspektoren, Ministern, Bauern und EU-Politikern. Was er findet, ist ein weltweites System, an dem sich alle beteiligen. Alles soll jederzeit verfügbar sein, Supermärkte bieten durchgehend die ganze Warenpalette an, bis spät in den Abend muss das Brot in den Regalen frisch sein, zu jeder Jahreszeit gibt es Erdbeeren. Und alles muss perfekt aussehen: Ein welkes Salatblatt, ein Riss in der Kartoffel, eine Delle im Apfel — sofort wird die Ware aussortiert.
Joghurtbecher landen schon zwei Tage, bevor ihr Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft, im Müll. Dass die Hälfte der bereits produzierten Lebensmittel zu Abfall wird, wirkt sich verheerend auf das Weltklima aus. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger, Pestiziden und rodet den Regenwald, sie ist damit für mehr als ein Drittel der Treibhausgase verantwortlich. Wenn Nahrungsmittel auf der Müllkippe verrotten, entweicht zusätzlich Methangas, das sich auf die Erderwärmung 25mal so stark auswirkt wie Kohlendioxid.
Der Wunsch der Konsumenten, über alles jederzeit verfügen zu können, verschärft auch den weltweiten Hunger. Die steigenden Weizenpreise belegen es: Heute kaufen die Industrieländer ihre Lebensmittel auf dem Weltmarkt, ebenso wie die Entwicklungsländer. Würden wir weniger wegwerfen, müssten wir weniger einkaufen; die Preise fielen und es bliebe mehr für die Hungrigen.
Aber es geht auch anders: Regisseur Valentin Thurn findet weltweit Menschen, die die irrsinnige Verschwendung zu stoppen versuchen: sogenannte Mülltaucher, die Nahrungsmittel aus den Abfall-Containern der Supermärkte retten, Supermarkt-Direktoren, die ihre Kunden davon überzeugen, weniger klimaschädliche Produkte zu kaufen, Verbrauchervereine, die Bauern und Kunden direkt zusammenbringen. Kleine Schritte, die aber viel bewirken könnten: Wenn wir in den Industrieländern die Lebensmittelverschwendung nur um die Hälfte reduzieren, hätte das auf das Weltklima denselben Effekt, als ob wir auf jedes zweite Auto verzichten.
Den Rest bitte direkt bei yt anschauen.
Was machen die Menschen, die hungern müssen? Was können sie machen? Was könntest oder würdest DU tun?
Hunger und Wut – 1/3 – Dokumentation
Der Welthunger ist längst kein temporäres Problem mehr, sondern eine strukturelle Welternährungskrise. Sie ist das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung, die nur am Wohlergehen der Industrieländer orientiert war. Die Dokumentation beschreibt Mechanismen der globalen Wirtschaft, die es armen Ländern wie beispielsweise Ägypten, Bangladesch, Ecuador, China und Kenia erschweren, sich zu entwickeln.
Ein Mitteleuropäer gibt rund 15 Prozent seines Einkommens für Nahrungsmittel aus. In Afrika, Asien und Lateinamerika müssen die Menschen bis zu 75 Prozent dafür aufwenden. Aber schon seit drei Jahren steigen die Preise für Weizen, Reis und Mais, und zwar drastisch. Die Gründe sind unter anderem in der Börsenspekulation mit Nahrungsmitteln zu sehen und auch in der steigenden Nachfrage wegen der Biotreibstoffe aus Agrarprodukten.
Weltweit hungern über 920 Millionen Menschen. Seit Kurzem gehen sie auf die Straße, protestieren und plündern. Jahrelang wurde in der Welt still vor sich hin gehungert, leise gestorben — die Weltordnung wurde nicht gestört. Was ist bei dieser Hungersnot anders? Zum Beispiel, dass sich die Ernährungskrise nicht mehr nur auf die Armen beschränkt, sondern bis in die Mittelschichten reicht. Und das sind Menschen, die politisch interessiert und teilweise sogar organisiert sind. Die jetzt nicht nur der Hunger auf die Straße treibt, sondern vor allem ohnmächtige Wut und Zukunftsangst. Dabei ist das, was jetzt viele Länder der Erde erschüttert, kein plötzlicher Schicksalsschlag. Es ist das Ergebnis eines langen Entwicklungsprozesses, der nur auf das Wohlergehen der Industrienationen abzielt.
Jahrelang sind zwar vollmundige Versprechen der reichen Länder gemacht worden, die Entwicklungshilfe wenigsten auf 0,7 Prozent des jeweiligen Bruttosozialproduktes anzuheben, geschehen aber ist nichts. Im Gegenteil: Viele Länder haben ihre Leistungen sogar noch gekürzt. Gleichzeitig sind über die Welthandelsabkommen die Regeln so verändert worden, dass viele Produkte aus Entwicklungsländern so gut wie keine Chance auf dem Weltmarkt haben. Und so muss derzeit der Agrosprit als Sündenbock herhalten, ein problematisches Produkt, mit dem aber Entwicklungsländer gutes Geld verdienen können. “Teller oder Tank?” lauten die Schlagzeilen. Doch diese Ursachenbehauptung greift viel zu kurz: Ein ganzes Bündel von Gründen lässt sich identifizieren.
Missernten bedingt durch die Klimaveränderung, Bevölkerungswachstum, eine extrem gestiegene Fleischnachfrage, eine falsche Subventionspolitik und nicht zuletzt knallharte Rohstoffspekulanten, die auf steigende Lebensmittelpreise wetten. Bis zum Jahr 2015, so haben es die Vereinten Nationen in ihren Millenniumszielen festgeschrieben, soll die Zahl der Hungernden halbiert werden. Ein noch realistisches Ziel?
Die Dokumentation beschreibt Prozesse und Strukturen der globalen Wirtschaft, vor allem der subventionierten und protegierten westlichen Landwirtschaft, die es armen Ländern Südamerikas, Afrikas und Asiens erschweren, sich zu entwickeln. In teilweise erschütternden Aufnahmen, wie in solchen, in denen Menschen in Manila im Müll der Fast-Food-Ketten nach verkaufbaren Resten suchen, berichtet Petra Schulz über Hunger und Wut der Ärmsten der Armen dieser Welt. Der Film belegt mit Berichten beispielsweise aus Ägypten, Bangladesch, Ecuador, China und Kenia, dass die Probleme in der Regel nicht “hausgemacht” sind. In Interviews kommen unter anderen der ehemalige Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Klaus Töpfer, der Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Erich Stather, und der Gründer der Verbraucherschutzorganisation “foodwatch”, Thilo Bode, zu Wort. Alle Experten kommen zu demselben Ergebnis: Die gegenwärtige Ernährungskrise ist alles andere als überraschend, sie hat sich seit Jahren aufgebaut und so abgezeichnet.
Den Rest bitte direkt bei yt anschauen.
Was kann man tun? Was wird schon getan? Ist dies ausreichend?
Bio gegen die Grüne Revolution: Strategien gegen Klimawandel und Hunger – 1/2 – Dokumentation
Mit Bio, viel Herzblut und Fachwissen kämpft Lukas Kilcher gegen die immensen Schäden an, die die intensive Landwirtschaft in den Entwicklungsländern, die sogenannte “Grüne Revolution”, hinterlassen hat. Der Agronom tut dies im Auftrag des FiBL, des Forschungsinstituts für biologischen Landbau. Dabei geht es Kilcher um mehr als nur um Schadensbegrenzung. In einem Balanceakt zwischen Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und ideellen Werten versucht Kilcher, in seine Arbeit ebenfalls Traditionen und Wissen der lokalen Bevölkerung zu integrieren
Bio gegen die Grüne Revolution: Strategien gegen Klimawandel und Hunger – 2/2 – Dokumentation
Aber nicht nur jeder Einzelne kann etwas tun – nein, auch die EU.
Und zwar: Damit aufhören:
Vergiftete Geschenke: Wie die EU Afrika in die Armut treibt – 1/7 – Dokumentarfilm
Wer im Senegal einkauft, findet auf den Märkten kaum einheimisches Obst und Gemüse: Die Tomaten kommen aus Italien, die Kartoffeln und Zwiebeln aus Holland. In den Geschäften ist es ähnlich: Dort steht Trockenmilch, importiert aus Europa. In Afrika, wo 85 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft und Viehzucht leben, können lokale Milchproduzenten ihre Milch nicht mehr verkaufen, weil die importierte Trockenmilch erheblich billiger ist. Der Grund liegt in der Subventionspolitik der EU.
Auch die Fischer Afrikas leiden darunter. Einst fuhren sie hinaus aufs Meer und kamen zurück mit reicher Beute. Doch heute gibt es kaum noch etwas zu fangen. Die Gewässer vor Mauretanien und dem Senegal sind leergefischt — von großen Fabrikschiffen, die von Europa, Russland oder Japan aus in See stechen. Die Rechte, vor ihren Küsten zu fischen, wurden den armen afrikanischen Ländern abgekauft — von der Europäischen Gemeinschaft.
Weil senegalesische Fischer kaum noch Geld mit der Fischerei verdienen können, rüsten viele ihre Boote um und vermieten sie an Menschenhändler, die Flüchtlinge aus Westafrika auf die Kanarischen Inseln schleusen. Die Bilder sind bekannt. Wer Glück hat, überlebt den Höllentrip. Wer noch mehr Glück hat, kriegt einen spanischen Pass. Und wer das vollkommene Glück hat, findet einen Job. Zum Beispiel als Matrose. Auf einem spanischen Fabrikschiff, das vor der Küste Westafrikas fischt.
Den Rest bitte direkt bei yt anschauen.
Zum Abschluß dieses Artikels folgt eine Dokumentation, die jedesmal sehr schnell wieder bei yt und anderswo “verschwindet”:
Unbedingt anschauen!!!
Food Inc. – Was essen wir wirklich
Quelle